Erklärung der Landeskirche zur Unterstützung der refugees im Konvikt und anderswo

Wir dokumentieren hier die Erklärung der Landeskirche vom 1.10.14. Sie entspricht bei weitem nicht überall unserer Position. Allerdings betrifft sie uns, weil wir die refugees im Konvikt unterstützen und dabei auch versuchen in die Landeskirche hineinzuwirken.

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Flüchtlinge – Evangelische Kirche fordert Berliner Senat zum Handeln auf

Evangelische Kirche und Diakonie setzen sich seit zwei Jahren auch im Auftrag des Senates in besonderer Weise für Flüchtlingsgruppen in Berlin ein. Der Berliner Senat hat den Aufenthalt dieser Flücht-
linge in unserer Stadt bis jetzt hingenommen. In schwierigen Situationen zwischen Senat und Flüchtlingen sind Vertreterinnen und Vertreter von Kirche und Diakonie moderierend, helfend und deeskalierend eingetreten. Derzeit wird mindestens 62 Flüchtlingen in Kirchengemeinden aus eigenen Kräften Notunterkunft gewährt. Kirche und Diakonie können trotz ihres Auftrags zur Nächstenliebe diese Hilfnicht weiter leisten, wenn sie nicht umgehend vom Senat mit verlässlichen VereinbarungeUnterstützung erfahren. Eine solche Unterstützung wird derzeit nicht gewährt und entsprechende dringende Anfragen werden abgelehnt. Die Kirchenleitung muss jetzt feststellen, dass die Kräfte von Kirche und Diakonie nicht mehr ausreichen, um diese Lage zu bewältigen.
Die Kirchenleitung fordert in dieser Situation den Berliner Senat auf, für die von Kirche und Diakonie betreuten Flüchtlinge, eine dem Rechtstaat angemessene und humanitäre Lösung umgehend herbeizuführen!

Wir können über den bis Mitte Oktober zugesagten Zeitraum keine weitere Verantwortung für die Flüchtlinge übernehmen. Aufgrund der zweijährigen Akzeptanz der Flüchtlinge im Land Berlin sehen
wir den Senat in der Pflicht, für die Flüchtlinge eine humane Perspektive zu eröffnen!
Ausdrücklich dankt die Kirchenleitung den zahllosen Engagierten im Diakonischen Werk und in den Kirchengemeinden, die mit größtem, auch persönlichen Einsatz, für die Belange der Flüchtlinge bis heute eingetreten sind.
Berlin, 1. Oktober 2014

Réfugiés. L ́Eglise Evangélique somme le Sénat berlinois d ́agir.

Déclaration intégrale de la direction de l’Eglise:
L ́Eglise évangélique et les Oeuvres du diaconat évangélique soutiennent depuis deux ans les groupes de réfugiés à Berlin, cela également sous mandat du Sénat. Le Sénat de Berlin a accepté jusqu ́à
maintenant le séjour de ces réfugiés dans notre ville. Lors des situations difficiles entre le Sénat et les réfugiés, des représentants de l’Église et des Oeuvres du diaconat évangélique sont intervenus pour
modérer, aider et contribuer à apaiser.
Actuellement, des paroisses donnent de leurs propres forces un abri à au moins 62 réfugiés. Certes, la vocation de l ́Eglise et des Oeuvres du diaconat évangélique est de pratiquer la charité, néanmoins ni l ́Eglise ni les Oeuvres du diaconat évangélique ne peuvent continuer à garantir cette aide si elles ne sont pas immédiatement soutenues par le Sénat avec des accords fiables. Un tel soutien n ́est actuellement pas octroyé et des demandes urgentes à ce sujet sont rejetées. La
direction de l’Eglise doit maintenant constater que les forces de l ́Eglise et des Oeuvres du diaconat évangélique ne sont plus suffisantes pour surmonter cette situation.
La direction de l’Eglise appelle le Sénat de Berlin à donner aux réfugiés pris en charge par l’Eglise et par les Oeuvres du diaconat évangélique une solution humanitaire conforme à l ́Etat de droit!
Nous ne pouvons assumer la responsabilité de soutenir les réfugiés au delà du laps de temps que nous avons promis et qui prend fin à la mi-octobre (2014!). En raison de l ́acceptance des réfugiés
dans la ville de Berlin depuis deux ans, nous rappellons le Sénat à son devoir de donner une perspective humaine aux réfugiés.
La direction de l ́Eglise remercie expressément les nombreux bénévoles, qui dans le cadre des Oeuvres du diaconat évangélique et des paroisses, ont soutenu les intérêts des réfugiés avec grand
engagement personnel.

Berlin, le 1er Octobre 2014.

One comment

  1. Ulrike Beudgen

    Werdet ihr mit anderen Worten auch „einknicken“ und die im Konvikt lebenden Refugees in die Obdachlosigkeit entlassen? Oder werdet ihr Wege des Widerstands gegen die Kirchenleitung nutzen, damit weiterhin Druck auf den Senat ausgeübt werden kann? Es ist klar, daß es an der Zeit ist, daß der Senat eine Entscheidung im Sinne der Geflüchteten trifft, aber die Leute in die Obdachlosigkeit oder in Landkreise zu entlassen, die nicht im Blick der Öffentlichkeit sind, ist nun wirklich keine Lösung …

    Selbst in so kleinen Landkreisen wie dem von Holzminden ist es möglich, ein Asylverfahren trotz Dublin durchzuführen – warum also nicht in Berlin …

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